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Maxhütte stinkt

(offenes Thema)

Infos zum Autor
Inkognito
geschrieben am
23.08.2016 um 09:40 Uhr
Beitrag 1

Hallo,
ist es eigentlich schon jemanden in Ost 3 oder Ost 4 aufgefallen das es bei schönem Wetter regelmäßig Abends und Nachts stinkt als wenn man neben einem Misthaufen stehen würde. Wo kommt der Gestank her?
Andi
geschrieben am
23.08.2016 um 10:08 Uhr
Beitrag 2

Ja ist es. Dürfte entweder der Kuhstall sein oder das Ausbringen von Gülle. Gehört halt am Land dazu.
Inkognito
geschrieben am
23.08.2016 um 23:23 Uhr
Beitrag 3

Na ja, ich komm vom Land und da hat es nicht so gestunken. Wird hier jeden Tag Gülle ausgebracht?? Und immer auf das gleiche Feld? Und was heißt hier Land? Ist Maxhütte nicht ne Stadt oder nennt sich jedenfalls so. Und mitten im Stadtgebiet wird Gülle ausgebracht??? Find das nicht Lustig wenn man im Sommer wochenlang kein Fenster aufmachen kann!!!
MeimVodaSeiBou
geschrieben am
24.08.2016 um 05:11 Uhr
Beitrag 4

Die SPD ist schuld!
Andi
geschrieben am
24.08.2016 um 07:42 Uhr
Beitrag 5

Woher hast du denn die Info, dass jeden Tag Gülle ausgebracht wird und das noch aufs selbe Feld?

Zum Rest:
Was hat denn der Status Stadt damit zu tun, ob es eine ländliche Region ist oder nicht? Versteh ich nicht.

Ja, wenn da irgendwo Felder sind, kann das durchaus sein, dass da Gülle ausgebracht wird.

Also, ich hab mich bislang durch den Geruch in keinster weise eingeschränkt gefühlt. Klar gibt es besseres aber damit kann ich in der aktuellen Ausprägung leben.
Johann
geschrieben am
24.08.2016 um 07:49 Uhr
Beitrag 6

Das sind bestimmt lauter superreichen Landwirte, die mit ihren Protz-Traktoren den Gestank verbreiten.

Vollkommen unverständlich, da zieht man in ne ländliche Region in die Nähe eines Kuhstalls und jammert dann über den Gestank. Lächerlich!
Inkognito
geschrieben am
24.08.2016 um 11:25 Uhr
Beitrag 7

Andi. Das jeden Tag und immer auf das gleiche Feld Gülle ausgebracht wird habe ich auch nicht behauptet. War eher eine ironische Frage da es ja jeden Tag stinkt. Wenn Gülle ausgebracht wird dann stinkt es halt ein paar Tage und dann ist wieder gut. Das ein Kuhstall so einen Gestank verbreitet ist mir auch neu. Und ja ich war schon in einem Kuhstall. Und warum meistens Nachts. Gibt es in der Nähe vielleicht eine Biogasanlage?
MeimVodaSeiBou gibt es die SPD eigentlich noch?
Und Johann, die Traktoren der superreichen Landwirte verbreiten doch nur krebserregende Dieselabgase und keinen solch penetranten Gestank.
dape´67
geschrieben am
24.08.2016 um 23:30 Uhr
Beitrag 8

Fahren die seit neuestem Traktoren von VW?
xXx
geschrieben am
25.08.2016 um 09:10 Uhr
Beitrag 9

Das sommerloch ist gefüllt.
Johann
geschrieben am
25.08.2016 um 18:08 Uhr
Beitrag 10

Das sind bestimmt lauter superreichen Landwirte, die mit ihren Protz-Traktoren den Gestank verbreiten.

Vollkommen unverständlich, da zieht man in ne ländliche Region in die Nähe eines Kuhstalls und jammert dann über den Gestank. Lächerlich!
Moon
geschrieben am
25.08.2016 um 21:44 Uhr
Beitrag 11

..sogar die Beiträge werden während des Sommerlochs wiederholt....
Moon
geschrieben am
26.08.2016 um 08:53 Uhr
Beitrag 12

..sogar die Beiträge werden während des Sommerlochs wiederholt....
inkognito
geschrieben am
26.08.2016 um 13:20 Uhr
Beitrag 13

Ja wenn einem halt sonst nix mehr einfällt!
inkognito
geschrieben am
26.08.2016 um 13:20 Uhr
Beitrag 14

Ja wenn einem halt sonst nix mehr einfällt!
leser
geschrieben am
27.08.2016 um 09:12 Uhr
Beitrag 15

Ich hatte auch schon überlegt, das zu thematisieren, es dann jedoch sein gelassen um nicht im Forum von manchen weiterhin als Stänkerer bezeichnet zu werden!

Zum Thema: ich kann mir vorstellen, dass es zum Beispiel beim Ausbringen von Gülle schon gesetzliche Regeln gibt. Wie von inkognito geschrieben bin auch ich der Meinung dass sich der Gestank der heutigen Gülle im Vergleich zu früheren Zeiten bestialisch verändert hat. In einem Fachbeitrag habe ich gelesen, dass dies vor allem an den Zusätzen in den Futtermitteln(Arzneien, Hormone…) liegt. Wenn ein zugezogener Stadtflüchtling oder Haidhofer Urbewohner früh das Fenster aufmacht oder sein Frühstück auf die Terrasse bringen möchte um „ im Grünen“ zu frühstücken und/oder die Zeitung zu lesen oder im Freien einen Pokeman oder eine Pokewoman zu jagen dann muss dieser oder diese schon einen Totalverschluss im Riechkolben haben um dieses Vorhaben in Haidhof oftmals in die Tat umsetzen zu können. Und ich schreibe nicht von Ausnahmen dieses Zustandes!!!

Einen Landwirt oder gar einen Vertreter des Bauernverbandes nach den anfangs erwähnten Gesetzesvorschriften zur Gülleausbringung zu fragen trägt eigentlich nur zur Belustigung bei wenn es nicht trotzdem traurig wäre wie scheinbar von einigen diese Vorgaben missachtet werden dürfen.

Anders sieht es generell gesehen zum Beispiel bei der Beantragung und dem Erhalt von landwirtschaftlichen Fördergeldern aus denke ich. In einer Veröffentlichung von Zahlungen aus dem EU-Fonds für Landwirtschaft liegt zum Beispiel ein Landwirt aus Haidhof für die Region in 2014 mit Abstand an der Spitze was die Höhe dieser empfangenen Fördermittel betrifft( 2015 habe ich noch nicht nachgesehen).

Eine Rolle bei der Anzahl der „Milchkühe“ mag auch spielen, dass die Förderung für Biogasanlagen vom Gesetzgeber verlängert wurde. Also wer Biogasanlagen errichtet kann weiterhin mit erheblichen Unterstützungsgeldern rechnen. Und mit Gülle kann man diese Anlagen auch füttern soweit ich weiß. Es soll schon Fälle gegeben haben in denen Anwohner froh waren als eine Biogasanlage in ihrer Nähe errichtet wurde weil sie davon ausgingen, dass die Geruchsbelästigung dadurch minimiert wurde.. : -)

Aber das wäre ein Gedankenspiel unter der Voraussetzung eines Zusammenspieles zwischen finanzorientierten landwirtschaftlichen Unternehmern, Kommunen, Behörden und Interessenverbänden - nicht immer im Sinne von Bürgern(Steuergelder…) und so etwas kann ich mir in unserem Rechtsstaat nicht vorstellen.

Zusatzbemerkung: die Reaktion der Rathausgemeinde wäre interessant würde der Wind diese Geschmäckle in ihre Fenster oder in die Klimaanlage treiben…..


EU-Fördermittel:

www.agrar-fischerei-zahlungen.de
leser
geschrieben am
27.08.2016 um 19:06 Uhr
Beitrag 16

Zur Erläuterung für Nichtbetroffene:

der Gestank zog sich teilweise den ganzen Vormittag oder sogar bis in den frühen Nachmittag hin. Das auch bei herrlichem Wetter/Sonnenschein ohne jeden Niederschlag. Nachdem das nachts schon losging könnte man tatsächlich wie bereits in einem Beitrag vermutet meinen, es wird in der Dunkelheit und dann nochmals tagsüber auf einem Feld gegüllt. Mal sehen ob das wieder verstärkt nach der Urlaubs- und Ferienzeit auftritt :-)

In diesem allgemeinen Zusammenhang des belasteten Grundwassers: hat Netto den Bau der Trinkwassergewinnungsanlage bei uns unter anderem auch deshalb verworfen, weil Proben aus dem Areal vorlagen?
inkognito
geschrieben am
27.08.2016 um 23:46 Uhr
Beitrag 17

Komischerweise stinkt es Nachts am meisten, was ich mir eigentlich nicht ganz erklären kann. Leben die Kühe eigentlich noch oder verwesen sie schon?
Früher hat man Gülle auf den Feldern ausgebracht als Dünger heute wird die selbige eben nur mehr entsorgt. Zu viel auf zu kleinen Flächen. Hauptsache das Zeugs ist weg. Da darf man sich nicht wundern das die Nitratbelastung ständig steigt. Übrigens: Die meisten wissen nicht das Rinder, Schweine und Geflügelmastanlagen eine Brutstätte für gefährliche multiresistente Bakterien darstellen. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen das alleine in der Landwirtschaft 2015 knapp 2000 Tonnen Antibiotika verbraucht wurden. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Nicht wenige Krankenhäuser sind inzwischen dazu übergegangen Landwirte die behandelt werden standartmäßig auf multiresistente Bakterien zu testen da man inzwischen weis das Landwirte und Mitarbeiter in Mastanlagen sehr oft von solchen Bakterienstämmen befallen sind. Ja die gesunde Landluft!!
inkognito
geschrieben am
27.08.2016 um 23:58 Uhr
Beitrag 18

Hallo noch mal. Es muss heißen 1000 Tonnen Antibiotika in 2015. Nicht 2000.
Nur zur Information. Das sind aber nur die offiziellen Zahlen. Ganz interessant www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/antibiotika-landwirtschaft-einsatz. Ist zwar von 2014 aber ich glaub nicht das sich was geändert hat!
inkognito
geschrieben am
27.08.2016 um 23:59 Uhr
Beitrag 19

www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/antibiotika-landwirtschaft-einsatz
leser
geschrieben am
10.09.2016 um 10:11 Uhr
Beitrag 20

Auch wenn sich die tatsächlich eingesetzte Menge in Gewicht in den letzten vier Jahren verringert haben sollte wie Verbände bekannt geben ist das noch lange keine Entwarnung. Im Gegenteil! Mittel(neue…), die konzentrierter wirken, also mindestens ebensolche Wirkungen erzielen als bisher eingesetzte Arzneien in der Massentierhaltung, jedoch in geringeren Dosen gegeben werden, reduzieren logischerweise die statistische Abgabemenge…..



www.aerzte-gegen-massentierhaltung.de/
der Neue(alte)
geschrieben am
13.09.2016 um 12:41 Uhr
Beitrag 21

Nun, gestern Feierabend, auf die Terrasse und Brotzeit gemacht. Diesen wunderbaren späten Nachmittag bei rd. 30 Grad genossen. Plötzlich stinkt es wieder nach Gülle. Und zwar extrem. Also alles schnell weggeräumt und Türen und Fenster zu. Ist ja oft nur eine "Wolke", die vom Winde hergetragen wird...

Diesmal war es nicht so. Es hat noch ca. 2 Stunden gestunken. Ich hätte diesen Bauernlümmel am liebsten in die Scheisse seiner Tierchen gesteckt. Das nächste Mal fahre ich zum Feld. Ich dachte, es gäbe da so Vorschriften, von wegen vor Regenwetter, "zeitnah" einpflügen usw.

Ich habe echt Verständnis für das Düngen, früher war das vielleicht 2-3 mal Im gesamten Jahr und hat nicht so penetrant gestunken. Jetzt ist es bis zu 4-mal im Monat. Das ist zu viel des guten.

Aber gut, das haben wir uns selber zuzuschreiben. Wir wollen billiges Fleisch. Den "armen", nur auf EU-Förderung getrimmten, Bauern bleibt da nur die Massentierhaltung. Keine Flächen mehr, um die viele Scheisse wegzubringen. Also schön oft die Böden nitriert! Ein Hoch auf unser sauberes Grundwasser..!
Metatron
geschrieben am
25.09.2016 um 21:14 Uhr
Beitrag 22

War der Bauernhof & die landwirtschaftliche Nutzfläche schon vorher da?
inkognito
geschrieben am
26.09.2016 um 11:10 Uhr
Beitrag 23

Wenn die Stadt immer mehr Gebiete als Wohngebiete ausweist und verkauft hat sie meiner Meinung auch dafür zu sorgen das es hier nicht stinkt. Oder einfach die Grundstücke nicht zu verkaufen oder sie als Mischgebiet auszuweisen.Ob der Bauer vorher da war ist doch unwichtig. Ich kann auch bis heute nicht nachvollziehen warum es nur zu bestimmten Zeiten so stinkt. Vor allem Nachts. Da wird doch eigentlich keine Gülle ausgebracht oder fahren die jetzt auch nach Mitternacht. Hab immer da Gefühl da wird Nachts was abgelassen was so nicht sein dürfte. Und Nachts sieht es ja keiner. Aber egal. Wenn in einem Wohngebiet so was betrieben wird muss man halt nachrüsten mit Filtern oder so. Da gibt es bestimmt eine Technische Lösung. Industriebetriebe müssen sich auch an Grenzwerte halten.
Andi
geschrieben am
26.09.2016 um 13:44 Uhr
Beitrag 24

Sorry inkognito, da kann ich dir überhaupt nicht zustimmen. Mit der selben Argumentation könntest du jetzt auch fordern, dass die Bahntrasse und die Autobahn verlegt werden soll.

Die Verantwortung ob die Gegend etwas für die ist oder nicht, liegt da schon in deiner Hand. Du hast dich für das Baugebiet entschieden und wurdest nicht gezwungen aufs Land zu ziehen.

Wenn du der Meinung bist, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zu geht, kannst du dich ja an die Stadt oder Polizei wenden.

Metatron
geschrieben am
28.09.2016 um 10:51 Uhr
Beitrag 25

Da geb ich Andi recht. Niemand wird gezwungen, aufs Land zu ziehen. Wenn man sich ein Grundstück aussucht, schaut man sich in der Regel auch die Umgebung an. Da merkt man doch gleich, ob man sich damit anfreunden kann oder etwa nicht.

Im Falle der vermutlich von Ihnen gemeinten Landwirtschaft in Ibenthann rate ich Ihnen, Sich mit der Geschichte unserer Gemeinde auseinanderzusetzen. Diese gab es dort schon weit vor einer Besiedlung des Stadtgebietes. Also es ist nicht so, dass da jetzt über Nacht ein Bauernhof vor der Haustür schießen würde.

Somit verstehe ich das Problem nicht. Ich wohne auch am Feldrand und genieße die Ruhe und Stille dort... aber ab und an passiert es eben, dass da mal geackert wird, ein Mähdrescher fährt oder eben auch geodelt wird. Das weiß man aber und das ist auch kein Problem. Und glauben Sie mir, kein Bauer hat Spaß daran, seine Arbeit spät nachts zu verrichten. Wenn er das macht, hat er mit Sicherheit einen guten Grund dazu.
inkognito
geschrieben am
28.09.2016 um 12:15 Uhr
Beitrag 26

Hallo,
da wird geschrieben "aber ab und an passiert es eben, dass da mal geackert wird, ein Mähdrescher fährt oder eben auch geodelt wird." Dagegen kann ja auch Niemand etwas haben! Selbst ich nicht! Aber wenn es Wochenlang jeden Abend und Nachts Hundserbärmlich stinkt dann hat das mit "mal geodelt" nichts zu tun. Ich kann mir auch nicht vorstellen was der Bauer da treibt denn mit normalen Mistgestank oder Gülle ist das schon fast nicht mehr erklärbar.
Metatron
geschrieben am
29.09.2016 um 11:53 Uhr
Beitrag 27

Also ich gehe dort bei Stadtpark und Bundesstraße an Ibenthann vorbei seit Jahren regelmäßig spatzieren und mir ist da noch nie ein übermäßiger Güllegestank aufgefallen. Allerdings bin ich auch auf dem Land aufgewachsen und in der Hinsicht nicht so sensibel. Vielleicht haben Sie einfach ein sehr empfindliches Näschen im Bezug auf Landluft?
Andi
geschrieben am
29.09.2016 um 14:23 Uhr
Beitrag 28

Es liegt halt unregelmäßig ein recht kräftiger Landduft in der Luft, der fast bis zum Bahnhof wahrnehmbar ist.

Wochenlang, jeden Abend und Nacht entspricht aber bei weitem nicht der Realität, sondern ist in meinen Augen absolut übertrieben. Inkognito neigt aber zum Superlativismus.

Von daher ist es schon mehr oder weniger Zufall, wenn du den mal wahrgenommen hättest @Metatron

inkognito
geschrieben am
29.09.2016 um 16:28 Uhr
Beitrag 29

Ist jetzt auch egal da ich inzwischen eine technische Lösung gefunden hab. Bei mir stinkt es jetzt nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr im Haus. Und nächstes Jahr bin ich dann eh wieder aus dieser wunderschönen Stadt weg. Da könnt ihr dann vor euch hin stinken so viel ihr wollt :-)
leser
geschrieben am
13.10.2016 um 20:30 Uhr
Beitrag 30

Dr. Klaus Arber schreibt in seinem Buch“Bilder meiner Heimat“ in etwa: Kleine Dörfer im Dunstkreis der Ballungszentren wandeln sich in gleichförmige, gesichtslose Gewerbe- und Schlaf-Siedlungen. Ergänzt wird die optische Umweltverschmutzung durch Dauerlärm und Abgase, viele werden krank…. Entwurzelung und „Heimatverlust“ droht…Flurbereinigung führt zu beengten Räumen und Schleuderpreisen(was eigentlich unlogisch ist, aber wenn Kommunen kompromisslos Zuzug wollen?)

Auch unsere Bürgermeisterin hat offenbar leicht tendenzielle Gedanken, soweit ich mich erinnere schreibt sie in einem der letzten Mitteilungsblätter von der Gefahr, dass MH zu einer Wochenend- und Schlafstadt wird!

Da frage ich mich jetzt, warum ich bei den Buchzitaten sofort an MH und auch an BUL gedacht habe und frage mich auch, konnte man das nicht voraussehen und entsprechend gegensteuern?

Oder vielleicht hätten einige Stadträte beispielsweise dieses Forum aufmerksamer lesen sollen?
Ich denke, einige überlegenswerte Anregungen findet man schon(bei entsprechendem Willen).
Und wenn ich an die vermutlich vielen Sitzungen und Ausschüsse und den wahrscheilichen Einsatz von hochdotierten internen und externen Stadtplanern da und dort denke kommt wieder eine meiner meistgedachten Überlegungen nach der Effizienz beim Einsatz unserer Steuergelder!
Metatron
geschrieben am
16.10.2016 um 21:01 Uhr
Beitrag 31

@leser: Die Zauberworte heißen "Einkommensteueranteil" und "Gewerbesteuer". Es geht doch immer nur um die bedruckten Scheinchen. Warum sollte also die Gemeinde einer Entwicklung entgegenwirken, woran sie sehr gut mitverdient?! Noch dazu, wenn sie das Geld aufgrund des leeren Stadtsäckels sehr gut brauchen kann.

Das Problem ist aber viel weitreichender und im Grunde auch nicht neu. Ich empfehle zu dem Thema von Dieter Wieland z.B. die Dokumentationen "Unser Dorf soll hässlich werden (1975)²" oder "Grün kaputt (1983)³"

² https://www.youtube.com/watch?v=8FRBMmM0qjc
³ https://www.youtube.com/watch?v=h464P_ztgfg
leser
geschrieben am
18.10.2016 um 12:14 Uhr
Beitrag 32

wir sind uns einig metadron! Dein Link zu den Wieland Beiträgen ist interessant. Danke. Diesen würde ich als guten Beobachter und Visionär bezeichnen.

Warum fehlen meiner Meinung nach den meisten Stadträten und Planern diese Eigenschaften? Vielleicht sind diese Gedanken teilweise existent aber wie du bereits geschrieben hast: die bunten Scheine bestimmen den Lauf der Welt und nicht Logik und Vernunft. Schade

Wenn ich mir vorstelle dass ein Ackerbesitzer hört, dass dieses Gebiet vielleicht mal zum Bau- oder Gewerbegebiet aufsteigt, dann ist schon verständlich, dass er dem nicht entgegenwirkt und versucht, um den Preis dafür möglichst hoch zu pokern...

Und wenn Kommunen mitmachen und kurzfristig denken..... Da kann man sich als Kommunalvertreter schon mal ein Denkmal setzen, was danach wird ist unerheblich, die Folgen sollen die Nachfolger ausbaden...
leser
geschrieben am
18.11.2016 um 14:59 Uhr
Beitrag 33

Aktuelles zum Schutz des Grundwassers und zur Gülleausbringung


Gülleverordnung Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen:

Ziel ist, dass die Gülle schnell in den Boden eindringt, damit die gasförmigen Nährstoffverluste reduziert werden. Gleichzeitig sinkt die Geruchsbelästigung deutlich…
Bei der Gülleausbringung muss gewährleistet werden, dass die Nährstoffe nicht ins Oberflächen- oder Grundwasser gelangen.
----------------
Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der anhaltenden Verschmutzung der Gewässer mit Nitrat:

Der Verband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) spricht von "einer Ohrfeige für die Landwirtschaftspolitik"…


Die EU verlangt aber; den Bauern vorzuschreiben, nur so viel Dünger auf die Felder zu bringen, wie der Boden aufnimmt…

Hinzu kommt, dass die Abfälle der Biogasanlagen als Dünger wieder auf die Felder gebracht werden…

Wer zu viel Gülle produziert, müsste sie entsorgen lassen. Etwa per Tankwagen in andere Regionen fahren. Ein Kenner der Szene: "Das kostet schnell 10.000 Euro."

Quellen der Zitate:

www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-gefaehrliches-geschaeft-mit-der-guelle-1.3176356

www.rp-online.de/politik/zu-viel-guelle-eu-verklagt-deutschland-aid-1.5945567

Anmerkung: vor kuzem sah ich während einer lang anhaltenden Regenperiode einen riesigen Gülletankwagen in Ibenthann
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