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Gewerbesteuer

(offenes Thema)

Infos zum Autor
Moon
geschrieben am
19.03.2013 um 10:42 Uhr
Beitrag 1

Heute war der MZ zu entnehmen, dass 2013 die Gewerbesteuer von durchschnittlich 3,5 Mio auf rund 30.000 Euro "einbricht"...also nur noch rund 1% der bisherigen Einnahmen beträgt..


Allerdings kein Wort darüber, WARUM das so ist!

Hat hierfür Irgendwer eine Erklärung und ist auch bereit diese kundzutun?

Moon
ggg
geschrieben am
19.03.2013 um 12:37 Uhr
Beitrag 2

Die Wirtschaftskrise von vor 3 Jahren (Kurzarbeit,...) kommt jetzt erst bei den Kommunen an,...es wurden die letzten 2-3 Jahre noch Vorauszahlungen geleistet, die sich aber im Nachhinein als zu hoch herausstellen.....So wie ein privater Steuer zurückbekommt wenn er ab der Hälfte eines Jahres nur noch die Hälfte verdient.
....
Moon
geschrieben am
19.03.2013 um 13:36 Uhr
Beitrag 3

...schon möglich....aber 99% Steuerausfall ??
Hildegard
geschrieben am
19.03.2013 um 15:33 Uhr
Beitrag 4

wenn die 2-3 "großen" offiziell keine Gewinne machen zahlen sie auch keine Steuern,...außerdem hab ich das so verstanden, dass in den Vorjahren "zuviel" bezahlte Abschläge ja auch gegengerechnet werden, oder?
Skeptiker
geschrieben am
19.03.2013 um 15:48 Uhr
Beitrag 5

Ich fürchte, in Hinblick auf die Stadtfinanzen stehen uns keine leichten Zeiten bevor. Unter Frau Plank haben sich -laut dem MZ Artikel- die Schulden von 16,3 Mio auf 19,2 Mio erhöht und jetzt auch noch das.
Jochen
geschrieben am
19.03.2013 um 16:13 Uhr
Beitrag 6

Das scheint ja mal wieder ganz großes Kino von Herrn S. gewesen zu sein. Es ist schon etwas eigenartig, solche Zahlen im Rahmen einer Parteiveranstaltung und nicht bei einer Stadtratssitzung oder dergleichen an die Presse zu geben.

Bezeichnend auch das Stadlbauer Zitat in dem Artikel „Wenn die Stadt jetzt pleite ist, hat die Bürgermeisterin nur unverändert weitergeführt, was wir übernommen haben.“

Wenn man es so sieht, war es also bei der letzten Wahl komplett egal, welchem der beiden Bgm-Kandidaten man seine Stimme gegeben hat...
leser
geschrieben am
20.03.2013 um 17:33 Uhr
Beitrag 7

Wenn ich richtig informiert bin liegt der Gewerbesteuersatz in MH bei 320%. Das liegt im mittleren bis unteren Normalbereich in unserer Region. Also kann man meiner Meinng nach nicht von einer Abschreckung von Gewerbetreibenden/Ansiedlungen durch hohe Gewerbesteursätze sprechen.

Vielleicht liegt der "Einbruch" der Gewerbesteuereinnahmen daran, dass teilweise auch Kleinunternehmen inzwischen durch Verschachtelungen den Hauptsitz woanders haben, die tatsächlichen Gewinne auf Zweigbetriebe transferiert werden, die Minus gemacht haben(aktuell auch im IT-Bereich üblich denke ich) . So spart man letztendlich eine ganze Menge an Steuern.
Allerdings sollte ein Kämmerer bzw. die zuständigen Stadtverwaltungsgremien diese Praxis kennen und in etwa realistische Voraussagen treffen können.

Genauso wie Moon finde ich diese Differenz schon erstaunlich. Wo laufen denn zum Beispiel die Steuerabgaben der Spielhallen hin ? ;-)) Ich kann mir vorstellen, dass damit bei den Kommunen geworben wurde....

.. und ich hoffe nicht, dass diese(angeblichen?) Ausfälle als Argument dienen, durch Erhöhung anderweitiger Abgaben eine Finanzlücke zu schließen :-(

Trau schau wem.....
MaxII
geschrieben am
21.03.2013 um 08:41 Uhr
Beitrag 8

Die Gewerbesteuern der "Kleinen" sind weder weggebrochen, fallen aber auch kaum ins Gewicht.Es sind die bekannten 2-3 "Großen" die schon immer den Löwenanteil dargestellt haben....Diese haben einfach die letzen 2 Jahre 2011+12 (Hochpunkt Wirtschaftskrise, u.A. Kurzarbeit,..) trotzdem weiter Gewerbesteuer Abschläge wie in den "fetten" Jahren davor gezahlt, also - wie oft beim Strom, höhere Vorauszahlungen geleistet als tatsächlich verbraucht.

Jetzt in 2013 kommt alles zusammen: Rückzahlungen aus 2011+12, daher auch geringe Abschläge für 2013.....zusätzlich noch eine höhere Kreisumlage....Teublitz, Burglengenfeld,...es geht Allen so, das ist die Wirtschaftskrise, durch die Regelung mit Abschlägen bei Gewerbesteuer halt einfach um 2-3 Jahre "nach hinten" verschoben....die jetzt wieder gut laufenden Betriebe zeigen dass es wieder besser wird,..aber eben wieder um 2-3 Jahre verschoben....

@Skeptiker:
"die Schulden von 16,3 Mio auf 19,2 Mio erhöht und jetzt auch noch das."

Bei diesen Schulden steckt die gesamt Vor-Finanzierung von Maxhütte Ost-4 und Haidhof-Mitte drinnen, Baugebiete die übrigens EINSTIMMIG beschlossen worden sind...Sind die Bauplätze verkauft, so sind die Schulden unter dem "von Richter übernommenen Niveau"
leser
geschrieben am
21.03.2013 um 12:08 Uhr
Beitrag 9

Hm, über drei Jahre zuviel Vorauszahlung an Gewerbesteuer? Jetzt erst eine Rückzahlung zuviel bezahlter Steuer(nicht vorhersehbare Verluste..)? Da überlegt der Normalverbraucher schon meine ich. Und Kämmerer und Vertreter der Stadt mit ihren Kontakten zu Firmenvertretern und Finanzämtern werden eventuell überrascht? Bei der Umsatzsteuervorausmeldung und anschließender Berichtigung geschehen diese Sachen sehr viel zeitnaher meine ich. Großbetriebe wie zum Beispiel Netto haben sicher buchhalterisch viele Möglichkeiten, Gewinne und Verluste dahin zu transferieren, wo es angebracht erscheint. Das ist eine legale Möglichkeit und solange es diese gesetzlich gibt, wird sie verständlicherweise auch genutzt.

Gratulation an Burglengenfeld. Hier hatte man offenbar mehr Glück oder hellseherische Fähigkeiten. Die Gesamtwirtschaftslage dürfte sich zwischen MH und Burglengenfeld nicht sehr unterscheiden!

Langsam bekomme ich auch meine Zweifel bei einstimmigen Entscheidungen eines Stadtrates.

Zum Thema Gewerbesteuer ein MZ-Artikel:
www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10073&pk=894436&p=1
Freidenker
geschrieben am
22.03.2013 um 11:46 Uhr
Beitrag 10

Ist doch toll, unsere Kommunen gehen vor die Hunde, überall wird gekürzt ohne Ende und dann transferieren wir Milliarden und Abermilliarden unserer Steuergelder in irgendwelche EU-Pleiteländer, von denen wir uns anschließend auch noch beschimpfen und beleidigen lassen dürfen. Die eigenen Bürger sind halt einfach nicht systemrelevant genug. O tempora, o mores!
Haidhofer
geschrieben am
22.03.2013 um 12:44 Uhr
Beitrag 11

Sie wissen aber schon, dass die Gelder, die z.B. nach Irland transferiert wurden, sofort wieder zurück an deutsche Banken geflossen sind, oder?
Moon
geschrieben am
23.03.2013 um 09:48 Uhr
Beitrag 12

..ist doch unglaublich beruhigend zu wissen, dass deutsche STEUERGELDER über den Umweg (Irland, Griechenland etc.) den Weg in irgendwelche (auch deutsche!) Banken finden....ich hab aber noch nie gehört, dass die gleichen Banken dem deutschen Staat mal ein paar Euro Steuern zuviel gezahlt hätten...im Gegenteil!
leser
geschrieben am
23.03.2013 um 19:08 Uhr
Beitrag 13

ich sehe das auch eher so wie Haidhofer und Moon. Dazu ein paar Auszüge aus hintergrund.de :


... Besonders für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lohnt sich die Krise bereits: Griechenland und die anderen gestützten Krisenländer zahlen satte Strafzinsen; die Bundesbank wird 2012 milliardenschwere Extragewinne überweisen; und für die 275 Milliarden Euro, die der CDU-Politiker Schäuble 2011 neu an Krediten für den Staat aufnahm, wird die Bundesregierung Zinsen im zweistelligen Milliardenbereich einsparen.

Vorab: Die diversen Rettungspakete und die vom Bundestag abgesegneten Euro-Rettungsfonds EFSF und der ab Sommer aktive Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) kosten die Bundesregierung bis auf Weiteres kaum einen Cent: EFSF und ESM bestehen nämlich überwiegend aus Bürgschaften. Stattdessen wird in Berlin, Paris und Helsinki ordentlich abgesahnt, denn Portugal, Irland und Griechenland zahlen hohe Strafzinsen für die üppigen Hilfskredite. So überwies allein Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos (PASOK) für das vergangene Jahr zwei Milliarden Euro als Zinsen an den europäischen Finanzstabilisierungsfonds. Angesichts des deutschen Anteils an diesem Rettungspaket flossen aus Athen also allein 2011 rund 400 Millionen Euro in die Berliner Kassen.

Kasse macht Finanzminister Schäuble auch über die Tochtergesellschaft der Europäischen Zentralbank (EZB), die Bundesbank. Denn der Bundesbankgewinn wandert zum großen Teil in den Bundeshaushalt. Griechenlands Finanzminister – der im Herbst 2011 wochenlang bei der „Troika“ aus EZB, Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) um eine Hilfszahlung von überschaubaren acht Milliarden Euro nachsuchen musste – überwies nämlich nicht nur zwei Milliarden Euro an Strafzinsen, sondern auch 16 Milliarden Euro Zinsen für reguläre Kredite. Von diesen 16 Milliarden strömte schätzungsweise die Hälfte zu Banken und Versicherungen, die andere Hälfte zur EZB, die zwischenzeitlich viele Euro-Krisenpapiere übernommen hat. Für Schäuble wird daher aus dem Bundesbankgewinn für 2011 ein üppiger zusätzlicher Milliardenbeitrag herausspringen.

leser
geschrieben am
24.03.2013 um 17:38 Uhr
Beitrag 14

da es sich hier um das Thema Gewerbesteuer handelt und ich gewollte oder unabsichtliche Themenwechsel nicht so gut finde, stelle ich meinen Beitrag Nr. 9 nochmals hier ein
.. und werde hier auch nur noch themenbezogene Beiträge bringen ;-))


Hm, über drei Jahre zuviel Vorauszahlung an Gewerbesteuer? Jetzt erst eine Rückzahlung zuviel bezahlter Steuer(nicht vorhersehbare Verluste..)? Da überlegt der Normalverbraucher schon meine ich. Und Kämmerer und Vertreter der Stadt mit ihren Kontakten zu Firmenvertretern und Finanzämtern werden eventuell überrascht? Bei der Umsatzsteuervorausmeldung und anschließender Berichtigung geschehen diese Sachen sehr viel zeitnaher meine ich. Großbetriebe wie zum Beispiel Netto haben sicher buchhalterisch viele Möglichkeiten, Gewinne und Verluste dahin zu transferieren, wo es angebracht erscheint. Das ist eine legale Möglichkeit und solange es diese gesetzlich gibt, wird sie verständlicherweise auch genutzt.

Gratulation an Burglengenfeld. Hier hatte man offenbar mehr Glück oder hellseherische Fähigkeiten. Die Gesamtwirtschaftslage dürfte sich zwischen MH und Burglengenfeld nicht sehr unterscheiden!

Langsam bekomme ich auch meine Zweifel bei einstimmigen Entscheidungen eines Stadtrates.

Zum Thema Gewerbesteuer ein MZ-Artikel:
www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10073&pk=894436&p=1



leser
geschrieben am
03.04.2013 um 12:48 Uhr
Beitrag 15

Woolworth eröffnet am Freitag in Burglengenfeld!
Matratzen Outlet demnächst ebenfalls in Burglengenfeld!
Kinderland projektiert scheinbar in Burglengenfeld!
40 Meter hoher Funkmast am Karlsberg in Burglengenfeld!
Edeka plant Ansiedlung am Burglengenfelder Naabtalcenter!


Ob da auch Gewerbesteuer in die Stadtkasse fließt?

www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10073&pk=898288&p=1
Metatron
geschrieben am
06.04.2013 um 21:00 Uhr
Beitrag 16

Man könnte natürlich auch mal wieder den Plan einer Autobahnauffahrt Maxhütte-Haidhof ins Auge fassen und dort in der Nähe ein Gewerbegebiet ansiedeln. Dadurch ließe sich vielleicht etwas mehr Gewerbe in Maxhütte nieder und man wäre nicht von der Gewerbesteuer einiger weniger bzw. einer einzigen großen Firma abhängig. Ähnlich hat es ja jetzt auch Regenstauf mit dem Hagebaumarkt usw. gemacht.
Max
geschrieben am
12.06.2013 um 13:36 Uhr
Beitrag 17

@Metatron:

Das sage ich schon lange! Eine Auffahrt zwischen Meßnerskreith und Leonberg wäre ideal und ein Gewerbegebiet hätte hier auch richtig Platz! Nur keine Ahnung wem die Felder gehören
dape´67
geschrieben am
15.06.2013 um 03:35 Uhr
Beitrag 18

@ Max:

Offensichtlich fehlt es weniger an freien Gewerbeflächen, als vielmehr an zusätzlichen Gewerbetreibenden, die sich ansiedeln wollen. Siehe: www.maxhuette-haidhof.de/index.phtml?NavID=1768.50&La=1
Maxh
geschrieben am
16.06.2013 um 13:18 Uhr
Beitrag 19

Hallo Dape, Du scheinst Dich bei uns nicht soooo gut auszukennen (zugegeben, die Internetseite ist nicht mehr aktuell und müsste dringend auf Vordermann gebracht werden, vielleicht liest dies ja ein stadtbediensteter). Das Gebiet Birkenzell II ist ausverkauft, da gibt es KEINEN Platz mehr, deswegen ist meiner Meinung nach dringender Handlungsbedarf!
inkognito
geschrieben am
19.06.2013 um 11:03 Uhr
Beitrag 20

Ja da bricht die Gewerbesteuer von 3,5 Millionen auf 300000 Euro ein. Ganz überraschend über Nacht. Absolut unvorhersehbar? Da fragt man sich ob da die richtigen Leute im Rathaus das sagen haben? Wirtschaftlich scheinen die ja nicht besonders kompetent zu sein. Wenn ich meinen Haushalt so führen würde säße ich schon lange auf der Straße.
Ch.Bach
geschrieben am
19.06.2013 um 22:00 Uhr
Beitrag 21

@max
was würden sie tun, wenn der betreffende die felder nicht verkaufen will?---es soll tatsächlich noch landwirte geben, die solche bleiben wollen....
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