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Informationen zum Thread   Anzahl Zugriffe: 4222 | Anzahl Beiträge: 55
Umwelt, Erneuerbare Energien....

(offenes Thema)

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leser
geschrieben am
14.01.2013 um 17:25 Uhr
Beitrag 1

Nachdem im Themenbereich “Einbeziehungssatzung Neukappl“ kurz über Solarenergie geschrieben wurde und die Energiegewinnung uns und unseren Geldbeutel in den nächsten Jahren ganz aktuell begleiten wird, habe ich diesen neuen Thread eröffnet.

Zurückkommend auf meine Beiträge # 248 und 250 im Neukapplthema und die zugehörigen Antworten möchte ich ein paar grundsätzliche persönliche Bemerkungen hinsichtlich den Erneuerbaren Energien machen. Wie vom User Haidhofer geschrieben, bemühe ich mich bei jeder Kritik möglichst auch meiner Vorstellung nach entsprechend machbare Lösungs-/ Verbesserungsvorschläge zu bringen. Ohne dabei den Allwissenheitsanspruch zu haben und wohl wissend, dass ich zum Beispiel bei Beschäftigten oder Dividendenbeziehern einiger Unternehmen, die ich kritisiere, harte Kritik bis zur oder unter die Gürtellinie erwarten muss. Damit werde ich schon fertig, eine sachlich faire Diskussion ist immer gewinnbringend für die Beteiligten. Werden Beiträge absichtlich missverstanden oder laufen sie in Richtung persönliche Diffamierungen werde ich die Schreiber, wie bereits früher in diesem Forum geschrieben, ignorieren. Die vielen Leser und Schreiber hier können und sollen sich ihre eigene Meinung bilden!

Zurück zur Photovoltaik/Solarenergie: natürlich sind mir Solarmodule auch lieber als ein Atomkraftwerk zur Energieerzeugung. Ebenso begrüße ich die Nutzung von Wasser- und Windkraft. Aber Alternativen sollten meiner Meinung nach in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen halbwegs kalkulierbar sein und nicht neue, eventuell große Probleme nach sich ziehen(Lagerung Atommüll…). Dann ist für mich auch immer die Dimensionierung entscheidend: Kollektoren auf Hausdächern finde ich in Ordnung – Riesenfelder bei Verlust von Landwirtschaftsfläche/Wald bei deren sowieso fortschreitendem Verlust und generell künftig zu hinterfragendem Energiebedarf eher fragwürdig. Genauso wie bei Windrädern, die ich selbstverständlich trotzdem einem Braunkohlekraftwerk oder dem Fracking vorziehe.Bei den großen sehr hoch subventionierten Offshore-Windanlagen gibt es bereits von vielen Fachleuten Bedenken.

Dazu kommt für mich noch die unsägliche mit Steuergeldern finanzierte Subventionierung von Großkonzernen sowie die fast schon Monopolstellung(wenn man Preisabsprachen großer Konzerne berücksichtigt) von Industrieunternehmen im Energiebereich. Egal wie unser Planet damit fertig wird – Profit machen ohne Risiko ist hier das Motto. Und Politiker an die Futterkrippen in Aufsichtsratpositionen – das scheint mir die Vorgehensweise zu sein. Ja nicht den „Kleinen“ bei der Anschaffung von zum Beispiel wenig Energie verbrauchenden Geräten oder Kleinkraftanlagen(Selbstversorgung) für sein Häuschen unterstützen… dann gäbe es ja viel zu kleine Renditen für Konzerne. Obwohl hier bei Kleinanlagen da wo möglich auch ortsansässige Handwerksbetriebe zum Zuge kommen würden(Mittelstands- und Arbeitsplatzsicherung).

Schön, wenn es begrüßenswerte Sonnenkollektoren auf Dächern gibt, aber soll sich der freuen, der in Miete wohnt oder nicht das nötige Geld zu dieser Investition hat und mit seinem erhöhten Strompreis das alles finanziert(Einspeisungsvergütung, z.B. bei Windrädern auch während Stillstand)?

Ich bin nicht der große Fachmann, aber manchmal denke ich, die Technik gäbe viel mehr her – zum Wohle der Menschen und der Umwelt- aber eben vielleicht bei Gewinnschmälerung für wenige.
Udo L.
geschrieben am
15.01.2013 um 02:35 Uhr
Beitrag 2

Du hast die Windräder vergessen, die genehmigt (und dann auch gebaut wurden) obwohl gar keine Anbindung vorhanden ist. Nun werden sie durch erhöhte Strompreise solange bezahlt bis der zuständige Stromversorger mal Lust hat eine Leitung hinzulegen.

Da wurden vor Streichung der Subventionen die genehmigten Windräder noch schnell hingestellt um die Subventionen zu kassieren und nun werden sie noch dafür bezahlt dass sie das getan haben.

Die perfekten Vorbilder für unsere Kinder! Und ihr wundert euch ... ähm, falscher Thread ;-)

Zurück zum Thema: Klar gibt die Technik mehr her. Es macht nur keinen Sinn, dass jeder seine eigenen Brötchen bäckt. Nicht einmal für den Einzelnen selbst. Bezahlbare Stromversorgung ist nur im Kollektiv möglich. Da geht es nicht nur um's Geld sondern auch um funktionierende Versorgung rund um die Uhr. Damit Strom vorhanden ist, egal wann, wo und wie viel man braucht.
M.Eschenberg
geschrieben am
15.01.2013 um 08:27 Uhr
Beitrag 3

Etwas wundern muss ich mich schon.....Da ich selbst strikter Atomkraftgegner bin und immer war, habe ich den Ausstieg sehr begrüßt, ebenso die Einführung der Einspeisevergütung. Jetzt aber zu jammern, dass dieses System wieder ungerecht sei, halte ich für etwas übertrieben. Jahrzehntelang haben sich die 3-4(?) großen Stromversorger goldene Wasserhähne verdient, indem sie günstig Strom über Atom-Energie hergestellt haben und das Risiko (Entsorgung,...) auf die Allgemeinheit oder noch schlimmer auf die noch nicht geborenen abgewälzt haben.
Jetzt haben wir teilweise die Situation, dass zumindest rechnerisch, viele Häuser ihren Eigenbedarf an Strom selbst herstellen können und je nach Technik gleich ohne Netzeinspeisung selbst nutzen. Hierzu sind und waren Renditen notwendig, denn weder der Geschäfts- noch Privatmann investiert einen Cent (Risiko) wenn nicht eine ordentliche Rendite winkt. PV-Anlagen sind insgesamt erstmal die teuere Technologie, das war uns allen von Anfang an klar. Jedoch ist durch die Einspeisevergütung erreicht worden, dass es diesmal nicht 3-4 große Konzerne sind, sondern hunderttausende Privatpersonen und kleine Firmen, die nun auf einem dezentraleren Markt auftreten. Einen Renditeaufschlag hätte Eon und Konsorten auch draufgeschlagen, wer weiß, ob die so niedrig gewesen wäre.
Schlussendlich IST die Stromversorgung aber nach wie vor, eine Unternehmung, also etwas wofür ich: Geld brauch, Risiko trage und Rendite bekommen möchte.
Dass man hierfür ein Dach benötigt ergibt sich aus der Natur der Sache, aber was wäre die Alternative? Alle privaten Dachflächen aller Einfamilienhäuser verstaatlichen? Sie sehen worauf ich hinaus möchte,....hoffe ich zumindest. :-)
Xaver
geschrieben am
16.01.2013 um 08:21 Uhr
Beitrag 4

Ich sehe es so: Wir alle wollten den Atomausstieg und dass der nicht zum Nulltarif zu haben ist ist auch klar. Oft höre ich in diesem Zusammenhang das Argument, dass wir aber die großen, energieintensiven Betriebe verschonen und alles auf den Arbeitnehmer umlagern. Das stimmt, jedoch ist dies meiner Meinung nach notwendig, da sonst viele unserer Produkte nicht mehr am Weltmarkt konkurrieren könnten. Und bezogen auf die gesamte Anzahl deutscher Unternehmen, sind die geförderten sehr sehr gering, alle anderen Betriebe, auch Konzerne (BMW, Audi, ....) zahlen ihren regulären Strompreis......
Es muss vielmehr noch mehr umgedacht werden, Strom und Benzin sind noch viel zu günstig! Wenn man sieht wie übrigens in unseren so genannten NEU-Baugebieten gebaut wird, fragt man sich schon ob die Leute dort etwas von steigenden Energiekosten gehört haben, oder ob sie ernsthaft glaube, dass Heizöl mal wieder billiger wird,....
Ch. Bach
geschrieben am
16.01.2013 um 10:02 Uhr
Beitrag 5

sie zahlen also de regulären strompreis, das ist "gut" formuliert...dass allerdings für industriekunden dieser "reguläre" preis pro kilowatt nur etwa halb so hoch ist wie für den privaten kunden vergessen sie zu erwähnen. netzentgelte fallen nicht an, die mehrwertsteuer wird an den kunden weitergegeben, die eeg-umlage ist gesondert geregelt und lächerlich gering, ebenso die stromsteuer.
unmöglich finde ich als verbraucher auch, dass ich für fehlplanung und -ausbau zahle. ich würde doch meinem elektriker nicht auch noch die kosten erstatten, wenn er mir zwar steckdosen und verteilerkasten einbaut, aber die stromleitung erst jahre später legt, oder?
auch dass in spitzenzeiten strom zugekauft werden muss ist kein argument für die enorme verteuerung. strom wird so günstig wie noch nie gehandelt...und auch wir verkaufen unseren überschuss, oder? oder muss ich der bildzeitung glauben, dass wir inzwischen überschüssigen strom ans benachbarte ausland verschenken?

mein fazit: ja,der umbau kostet...allerdings könnte es dem verbraucher weit günstiger kommen , wenn sich nicht schon wieder ein paar auf kosten der allgemeinheit ganz unverschämt bereichern würden.
leser
geschrieben am
16.01.2013 um 10:19 Uhr
Beitrag 6

das sehe ich genauso!

zur info :

Industriestrom - schnell und günstig
Informationen zum Industriestrompreis
Als Industriestrom bezeichnet man Strom für Gewerbe-, Industrie- und Großkunden in hoher Verbrauchsmenge.
Diese große Menge an Strom macht einen entscheidenden Posten in der Bilanz eines Unternehmens aus. Deshalb ist der Bedarf an günstigem Industriestrom groß.

www.schnellstrom.de/lp_industrie_strom.php?src_type=AdWords&adw_ntw=s&adw_mob=&adw_plc=&adw_cre=11220301957&adw_kwd=strompreise%20f%C3%BCr%20industrie&adw_psn=1t2&adw_mtp=b&gclid=CK_7pJHC7LQCFYG-zAodqTwAKA



Zeit Online 15.10.2012:
Grünen-Politiker Jürgen Trittin forderte hingegen, die "Subventionen für Schlachthöfe und Banken" abzuschaffen. Die EEG-Umlage könnte so um einen Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Die Grünen wollen entsprechende Vorschläge in den Bundestag einbringen.
Derzeit profitieren laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mehr als 700 Unternehmen von Ausnahmen bei der Umlage. Für kommendes Jahr haben mehr als 2.000 Firmen einen Antrag darauf gestellt. Die Ausnahmen stehen in der Kritik, weil sich durch sie der Kreis derer, auf die sich die Kosten verteilen, verkleinert.

www.zeit.de/wirtschaft/2012-10/oekostromumlage-kritik-verband/seite-2
Jochen
geschrieben am
16.01.2013 um 11:07 Uhr
Beitrag 7

Meine Güte! In der Zeit wo Sie immer hier rumm-jammern könnte man auch Geld verdienen, dann könnte man sich sein Lese-Licht abends noch leisten,....bevor die Gegenfrage kommt, ich jammere nicht dass ich kein Geld habe ich kann hier schreiben...
Jochen der Erste
geschrieben am
16.01.2013 um 11:20 Uhr
Beitrag 8

Nur mal pro forma: Der Beitrag kommt nicht von mir! Ich bin der Jochen, der in den letzten Wochen im Neukappl-Thread und im BildungsThread gepostet hat und ich hab nichts mit diesem Posting über mir zu tun!
Jochen (dann wohl der 2,)
geschrieben am
16.01.2013 um 11:30 Uhr
Beitrag 9

Entschuldigen Sie bitte und Gratulation zum tollen Namen :-)

Nein im Ernst, echt ein Problem, mir ist es nicht bewusst gewesen, dass es hier schon einen gab,...wohl ein Problem, wenn man sich nicht registrieren muss...
Jochen der Erste
geschrieben am
16.01.2013 um 11:39 Uhr
Beitrag 10

*lach* vielen Dank

Wenn ich das richtig sehe, kam das hier mittlerweile schon öfter vor. Vielleicht wird´s langsam doch mal Zeit, dass sich der Admin was einfallen lässt.
Ch.Bach
geschrieben am
16.01.2013 um 12:14 Uhr
Beitrag 11

an jochen den zweiten dann: das hat nichts mit jammern zu tun, und ich denke dabei auch in erster linie nicht an mich. aber dieses letzte argument war wieder einmal so typisch für jemand der nicht fähig ist, die gesamtheit zu sehen...immer nach dem motto:hauptsache mir gehts gut!

Moon
geschrieben am
16.01.2013 um 14:22 Uhr
Beitrag 12

@ Ch.Bach: dass Sie auf diesen Beitrag überhaupt antworten?

@ Jochen (den 2.): Ein gewisser Sarkasmus ist ja ganz nett, aber Ihr Beitrag war einfach nur (entschuldigung) unterbelichtet!
Ch.Bach
geschrieben am
16.01.2013 um 15:50 Uhr
Beitrag 13

@moon: sie ja auch! ;-)
wohl ebenso wie ich sauer auf einen ungerechtfertigten persönlichen- diesmal gegen leser gerichteten- angriff?
M.Eschenberg
geschrieben am
21.01.2013 um 11:27 Uhr
Beitrag 14

Steigende Stromkosten für Privatverbraucher kann man nicht weg diskutieren. Jedoch : wenn ich beobachte wie heutzutage - auch von den "einfachen" Leuten noch immer mit den Ressourcen Strom, Wasser + Benzin,..umgegangen wird, dann frage ich mich auch....Bei uns spielt der finanzielle Hintergrund, KEINE Rolle aber deswegen:
- gehen meine Frau und ich trotzdem die 800m zu Fuß zum Supermarkt
- haben im Schlafzimmer nie über 18° (dafür schöne Biberdecken)
- Baden wir nicht täglich, sondern duschen so oft es geht...
- lassen wir auch unsere Kinder die 1,5km zur Schule oder die 2km zum Klavierunterricht radeln,....
- Gießen wir unser Gemüsebeet nicht mit Leitungswasser, sondern mit gesammelten Regenwasser...
- schalten/stecken wir unsere Geräte ganz aus und lassen sie nicht im standby

Ich möchte nicht behaupten, dass dies sonst keiner tut und alle anderen doof sind,...ich kenne aber viele im Freundes- und Bekanntenkreis, die nicht all dies so handhaben, sich aber aufregen, wenn Gebühren für Wasser, Strom, bzw. Tankkosten steigen...

Dies alles unabhängig von der Gesamt-Diskussion aber man kann im kleinen auch viel sparen und erreichen.
Ch. Bach
geschrieben am
21.01.2013 um 13:03 Uhr
Beitrag 15

@eschenberg: meinen respekt! ich wünschte, viel mehr menschen würden das so wie sie machen, aber leider haben sie recht....es wird viel zu nachlässig mit energie umgegangen :-(
M.Eschenberg
geschrieben am
21.01.2013 um 13:21 Uhr
Beitrag 16

Danke Frau Bach für die Blumen,...das Problem ist das fehlende "Umdenken"....für die meisten Leute beispielsweise bedeutet Luxus bis vor die Supermarkt-Türe fahren zu können. Für jemanden wie mich, der viel im Büro arbeitet und die andere Hälfte der Zeit im Auto zu Kunden unterwegs ist, ist es eben "Luxus" den Rucksack umzuschnallen, mal 10 min. zu Fuß zum einkaufen zu gehen, unterwegs Nachbarn zu treffen und kurz zu ratschen, oder einfach mal den vergangenen Arbeitstag Revue passieren lassen...
Das ist übrigens ei Thema für sich,..beobachten Sie mal wie "kreativ" manche Leute bei der Schaffung neuer Parkplätze vor Supermärkten sind, nur um ja nicht 19m mehr laufen zu müssen. Da werden Behindertenparkplätze genauso genutzt, wie gesperrte Ladeflächen für den Zulieferverkehr, Platz vor Fahrradständern, gleich direkt vor der Türe....ein Egoismus und Anspruchsdenken das leider durch Alle Bevölkerungsschichten und Altersstrukturen geht,...Spricht man dann jemanden darauf an, warum er topfit auf dem Behindertenparkplatz parken muss, wird man noch als klug*** oder Ähnliches verunglimpft (mir selbst schon öfters passiert)
Mein Argument, dass ich eine Bekannte im Rollstuhl habe und er mal gerne versuchen kann aus einem Bus mit Rampe auf einem normalen Parkplatz rauszurollen, hört er gar nicht mehr, sondern dreht sich schimpfend um und geht,....auch erlebt, leider,...
Haidhofer
geschrieben am
21.01.2013 um 14:37 Uhr
Beitrag 17

Also ich benutze immer, das Auto, wenn ich meinen Nachbarn besuche!
Nein, Spaß ;-)

Ich arbeite in einer Großstadt und nehme dort meistens die U-Bahn. Von der Zeit her bleibt es sich ungefähr gleich und ich hab kein Gschieß von wegen Parkplatz und so. Das Auto nehm ich nur, wenn´s übertrieben kalt ist oder wenn ich nach der Arbeit noch wo anders hin muss. Ihr glaubt gar nicht, wie oft man von Kollegen ein müdes Lächeln erntet, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt. Sprüche wie "zu meiner Schulzeit hab ich auch immer den Bus genommen", sind da an der Tagesordnung. Schade!
leser
geschrieben am
27.01.2013 um 20:00 Uhr
Beitrag 18

ein baden-württembergischer Investor hat eventuell Schwierigkeiten, sein Freiflächensolarfeld bei Grafenwöhr zu verkaufen ?

Irritierend und widersprüchlich der Zeitungsartikel meine ich

www.oberpfalznetz.de/zeitung/3535258-127-diesmal_lacht_die_sonne_nicht,1,0.html

(hoffentl klappt diesmal der Link)
Haidhofer
geschrieben am
28.01.2013 um 17:14 Uhr
Beitrag 19

Bundesumweltzerstörungsminister Altmeier bastelt fleissig weiter an einer Eindämmung regenerativer Energieformen. Die Energielobby wird es ihm danken... Langsam reicht´s!

www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/altmaier-legt-konzept-fr-kurzfristige-eeg-nderungen-vor_100010121/

www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/altmaiers-eeg-vorschlge-lsen-heftige-kritik-aus_100010122/
Haidhofer
geschrieben am
28.01.2013 um 17:16 Uhr
Beitrag 20

leser, das war natürlich auch als Antwort auf deinen Beitrag gedacht. Passt ja leider sehr gut zu deinem Link :-(
leser
geschrieben am
06.02.2013 um 14:24 Uhr
Beitrag 21



Ich bin noch eine Antwort schuldig

Bei Herrn Altmaier dreht sich mir der Magen um. Ich halte ihn für einen äußerst restriktiv handelnden Parteisoldaten. Soweit ich informiert bin, wurde er vor einiger Zeit von der CDU-Spitze auf Parteigenossen angesetzt, die es wagten, eine eigene abweichende Meinung zur Führungsspitze zu vertreten und „drohten“, bei Abstimmungen nach ihren Überzeugungen zu handeln. Er war da offenbar erfolgreich, der Fraktionszwang funktionierte wieder. Mit welchen Mitteln er das erreichte weis ich nicht.

Nun ist er Bundesumweltminister und macht wahlfördernde Vorschläge zur gerechteren sozialen Umsetzung der EEG-Regelungen. Die gigantische Förderung zum Beispiel der Solar- und Windkraft(unter anderem Einspeisevergütung garantiert teilweise auf mind. 20 Jahre) halte ich für schädlich und unwirtschaftlich. Da gebe ich Herrn Altmaier Recht, wenn er hier Änderungen anstrebt. Finanziert werden diese Förderungen ausschließlich aus Steuergeldern(höherer Strompreis für Klein-u Mittelverbraucher…)

Definition EEG-Umlage: Die Kosten, die durch die Förderung der Erneuerbaren Energien entstehen, werden in Form der EEG-Umlage von den Verbrauchern über den Strompreis getragen.

Jetzt lese ich im Zeitungsartikel - Link Haidhofer,www.photovoltaik… - „Zudem will Altmaier laut Spiegel Online auch den Eigenverbrauch regulieren. Menschen, die sich selbst mit Strom versorgen, sollen künftig auch einen Beitrag zur EEG-Umlage leisten“ . Einem Menschen, der wiederum die Kleinen doppelt abzockt und dies als sozial verkauft kann ich nicht ansatzweise vertrauen!!!!

Da wo es möglich ist, durch umweltverträgliche „Kleinstenergieanlagen“ den Eigenverbrauch zu decken, das ist für mich wie bereits mehrmals im Forum geschrieben ein sehr guter Ansatz. Natürlich jaulen dann die marktbeherrschenden Energiekonzerne und Spekulanten sowie die in Aufsichtsräten vertretenen Politiker – außer man kassiert vom Kleinverbraucher wieder mehrfach wie eben beschrieben und von Herrn Altmaier vorgeschlagen.
Haidhofer
geschrieben am
14.02.2013 um 15:30 Uhr
Beitrag 22

Natürlich spricht aus Verbrauchersicht nichts gegen eine Deckelung der Strompreise, aber der Umsetzung haftet schon ein extrem fader Beigeschmack an. Jahrelang haben die Stromlieferanten nicht die versprochenen Beträge (die sie per Netzentgelt-Umlage von den Verbrauchern kassiert haben) in das Netz reinvestiert sondern lieber dicke Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet und Konkurrenz wurde systematisch vom Markt ferngehalten. Und jetzt müssen unzureichend ausgebaute Netze als Ausrede für höhere Strompreise herhalten (weil z.B. Strom aus Windenergie abgenommen werden muss, aber nicht transportiert werden kann). Die Umlage-Befreiung zahlreicher "energieintensiver" Betriebe ist die Krone auf dem Misthaufen. Nichts gegen eine im Einzelfall gerechtfertigte Befreiung, aber mittlerweile treibt das doch Blüten, die in keinster Weise mehr zu rechtfertigen sind. Die ganze Misere ist in meinen Augen eindeutig hausgemacht!

Zum Thema "Eigenverbrauch" hat sich ja der Leser schon geäußert. Dem schließe ich mich an. :-)
leser
geschrieben am
06.03.2013 um 11:51 Uhr
Beitrag 23

Eines der modernsten Gaskraftwerke weltweit, Irsching Nr. 5 in Bayern- inbetriebnahme 2010, soll eventuell für 2 Jahre abgeschaltet werden. Mit der Begründung, es sei nicht mehr wirtschaftlich, da durch die Einspeisung von Erneuerbaren Energien der Strompreis am Markt zu niedrig sei.

Das muss man erstmal verdauen. Der Strompreis sinkt also danach kontinuierlich. Aber warum merkt der kleine Endverbraucher nichts davon? Für diesen steigt der Strompreis fast schon vierteljährlich!!!

Meine Meinung: ein unerträglicher Filz zwischen Politik und Wirtschaft mit dem Ziel beidseitiger Bereicherung

www.tagesschau.de/wirtschaft/gaskraftwerk-irsching-stillgelegt100.html
leser
geschrieben am
10.08.2013 um 14:07 Uhr
Beitrag 24

Offshore Windpark fertig - Statt Energie zu liefern verbraucht er sie!!!


siehe:
www.dw.de/offshore-windpark-riffg...itik/a-17009312


Gratulation an die, die das Erneuerbare Energiegesetz durchführen.

Die Zeche zahlt der Verbraucher(Steuerzahler).
inkognito
geschrieben am
10.08.2013 um 20:20 Uhr
Beitrag 25

Hallo,
die Atomlobby arbeitet ja mit Hochdruck daran den Erneuerbaren Energien den Garaus zu machen. Der Strom wird immer billiger auf dem Markt und der Endverbraucher zahlt immer mehr dafür! Schon irgendwie paradox. Ist da ein Plan dahinter? Es so weiter zu treiben bis der Endverbraucher wieder nach mehr Atomstrom ruft, und die Politik dieses Verlangen gerne befriedigt! Anstatt froh zu sein das es mit den Erneuerbaren so gut läuft! Das die meisten Atomkraftwerke mit Subventionen gebaut werden, die Endlagerung zum größten Teil mit Steuermitteln finanziert wird und der Rückbau alter Atomkraftwerke wieder zum aller größten Teil der Steuerzahler zahlt wird da wohlweißlich verschwiegen!
Die Gewinne werden natürlich von den Konzernen eingestrichen, denn wenn sie den Bau die Entsorgung und den Abriss alter Atomanlagen selbst finanzieren müssten gäbe es vermutlich kein einziges AKW!
M.Eschenberg
geschrieben am
11.08.2013 um 10:18 Uhr
Beitrag 26

@Inkognito:
obwohl ich bei ihren bisherigen Posts nicht sehr viel gut heißen konnte, hierzu jedoch: 100% Zustimmung!

Es wird auf allen Ebenen Hetze gegen die PV-Anlagen-Betreiber (private bis mittelständische) gemacht und behauptet, diese verteuern mit Ihren Einspeisungen die Strompreise.
Das aber große Konzerne jahrzehntelang auf Kosten der Steuerzahler, sich am Atomstrom eine goldene Nase verdient haben, das übersieht man dann gerne, wenn man doch viel besser über den Nachbarn mit 10kW PV-Anlage das ideale Feindbild finden kann....
Übrigens: Energie sollte teuer sein, genauso wie Benzin oder Heizöl!
Der Polemiker
geschrieben am
11.08.2013 um 16:55 Uhr
Beitrag 27

"Energie sollte teuer sein, genauso wie Benzin oder Heizöl!"

Aus ökologischen Gesichtspunkten richtig, aber erzählen Sie das mal den Leuten, die im Winter frieren. Mit künstlich hochgehaltenen Preisen ist niemandem geholfen - außer den Aktionären der Energielieferanten. Dem Rest Ihres Postings stimme ich zu.
leser
geschrieben am
11.08.2013 um 20:36 Uhr
Beitrag 28

Der Satz“ Energie sollte teuer sein, genauso wie Benzin oder Heizöl“ gehört meiner Meinung nach etwas hinterfragt. Für wen teuer? Für alle der gleiche Preis, auch für industrielle Mehrverbraucher? Das wären bei verschiedenen Einkommensschichten und -Formen einmal vermutlich ein hinnehmbarer Kleinbetrag, in einem anderen Fall wäre das eventuell ein Viertel oder mehr vom Einkommen. Vielleicht meinte Polemiker das auch so?

Zum Feind Nachbar, der eine Solaranlage am Dach hat und viele Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung unabhängig von seinem eigenen Verbrauch und der tatsächlichen Einspeisung ins Netz erhält, finanziert durch Aufschläge auf den Strompreis eines jeden Endverbrauchers, diese Aufschläge dynamisch gesteigert und gesetzlich so gewollt je nach der installierten Gesamtfläche der Sonnenkollektoren in der BRD. Wenn ich als Normalverdiener dann an Höfen und Grundstücken vorbeikomme, auf denen jeder Quadratmeter Dach mit Modulen bestückt ist einschließlich von Scheunen und Geräteschuppen, die eigentlich unter Denkmalschutz stehen müssten und eher(nach Renovierung) auf das Freilandmuseumsgelände in Neussath-Perschen gehören, durchzuckt mich schon manchmal ein Ganzkörperblitz, wenn ich daran denke, dass jeder Quadratmeter Solarfläche meinen eigenen Strompreis erhöht.

Aber: deshalb sehe ich die, die aus wirtschaftlichen Gründen eine solche Investition, gefördert mit Steuermitteln tätigen, nicht gleich als „meine Feinde“ an. Das sind eben Leute, die ganz legal aus einer verfehlten Politik ihren Vorteil ziehen können. Das jetzt eventuell als Neid zu bezeichnen, trifft es auch nicht, meine ich. Es trägt eher zu meinem Missmut, der sich schon mal zur Wut steigern kann, auf diese verheerende Politik in diesem Lande bei. Wie schon oft hier geschrieben wäre es meiner Meinung nach vernünftig, Sonnenkollektoreninstallationen für JEDEN zu fördern, aber nur Anlagen bis zur Größe des eigenen Verbrauchs. Dieser Eigenverbrauch darf dann natürlich nicht mit irgendwelchen Abgaben an den Staat belegt werden, die Einspeisevergütung in der jetzigen Form gehört abgeschafft!

Es könnte sein, dass ich das so ähnlich hier schon mal geschrieben habe - aber ich bleibe dabei ;-)
Der Polemiker
geschrieben am
11.08.2013 um 21:33 Uhr
Beitrag 29

@Leser
Ich habe diesen Satz von Eschenberg zitiert und kommentiert, weil er m.M.n. zu kurz greift. Es gibt jetzt schon genug Leute, die im Winter in kalten Wohnungen sitzen - und jeden Winter liest man von dutzenden Menschen, die in Osteuropa in ihren Wohnungen erfroren sind. Industrielle Großverbraucher hingegen werden hierzulande bei den Energiepreisen konsequent geschont. Schon klar, es geht um Arbeitsplätze und so, aber darum, dass die Solarbranche derzeit konsequent kaputtgewirtschaftet wird, schert sich ja auch kaum jemand. Was ich mit meiner Antwort auf diesen Satz Eschenbergs sagen wollte: Was nutzen hohe Energiepreise, wenn sie nur für Kleinstverbraucher gelten, während Großverbraucher von allen möglichen Umlagen befreit werden?

Und noch was: Wenn man sieht, wie im großen Rahmen Gas für nichts und wieder nichts direkt bei der Förderung abgefackelt wird (weil keine Kapazitäten zum Weitertransport zur Verfügung stehen), erscheint der Nutzen von höheren Preisen für private Endnutzer zumindest fragwürdig.

(Quelle für meine Behauptung ist die Arte-Doku "Gas Monopoly" https://www.youtube.com/watch?v=ZY4rybD8mLs - ich beziehe mich in erster Linie auf die italienische Firma, die gegen Ende der Doku gezeigt wird)

Wie auch immer, Ihr Vorschlag, Leser, ist durchaus charmant, aber vermutlich ähnlich realistisch wie ein 100m Lauf in unter 9 Sekunden... Aus ökologischer Sich wäre Ihr Vorschlag auf jeden Fall sinnvoll und auch in ökonomischer Hinsicht böte er einige Vorteile: Die unteren Einkommensschichten hätten wieder mehr Geld in der Tasche und könnten wieder mehr andere Güter konsumieren - was letztlich auch der Wirtschaft wieder zugute kommen würde.
Der Polemiker
geschrieben am
11.08.2013 um 21:34 Uhr
Beitrag 30

https://www.youtube.com/watch?v=ZY4rybD8mLs
Der Polemiker
geschrieben am
11.08.2013 um 21:36 Uhr
Beitrag 31

Es muss heissen "https" statt "http", aber leider kann ich das so oft posten, wie ich wie, scheinbar wird es immer wieder automatisch geändert. Wer die Doku sehen will, muss es halt von Hand ändern oder bei YouTube "Gas Monopoly" eingeben. ;-)
leser
geschrieben am
23.03.2014 um 18:30 Uhr
Beitrag 32

Schutz der Buchenwälder – Stoppt die Säge


Auch wenn ich inzwischen eine eher allgemein kritische Einstellung zu dem Großunternehmen Greenpeace e.V. habe – es ist nicht alles schlecht, was hier so an Aktionen läuft!

Mit „Stoppt die Säge“ – will Greenpeace einen sofortigen Schutz der über 140-jährigen Buchenwaldbestände in Deutschland erreichen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung bereits 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen hat(bis 2020 sollen 10% der öffentlichen Waldflächen der natürlichen Entwicklung vorbehalten bleiben), sich aber die Staatsforste Bayern und Hessen bis jetzt weigern, Informationen über ihre Buchenbestände herauszugeben. Es laufen Klagen.

Gibt man Informationen erst heraus, wenn diese Bestände kommerziell gewinnbringend „be/verarbeitet“ wurden?

Auszug aus einem Fragen/Antwortkatalog von Greenpeace -siehe Link unten:

Frage: Wenn diese 10% schon in der Nationalen Biodiversitätsstrategie festgelget sind: Warum können die Förster das so einfach umgehen?

Antwort: Es sind nicht die Försterinnen und Förster, die dieses Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie für öffentliche Wälder umgehen, sondern die Vorstände der Landesforstbetriebe und -verwaltungen sowie Landesregierungen(Bayern,Hessen), die sich dieser internationalen Verantwortung nicht stellen. – Zitatende -

Bemerkung: Niedersachsen gibt inzwischen Informationen über seine Buchenwälder heraus.

Meine Gedanken dazu: der Bürger wird durch allerlei Vorgaben gezwungen, sich finanziell an der Luftreinhaltung und dem Schutz der Umwelt zu beteiligen(Kat, EEG-Umlage im Strompreis, neue Heizkessel in Miet- und Privatwohnungen….) und was machen manche Staatsbetriebe und Landesregierungen? Die verursachen die Schäden(z.B. durch Abholzen der Wälder), deren Folgekosten sie anschließend beim Bürger zwangsweise einfordern.


www.greenpeace.de/themen/walder/schutzgebiete/buchenwalderkampagne-haufige-fragen
leser
geschrieben am
24.03.2014 um 09:23 Uhr
Beitrag 33

Doch Fracking in Bayern?

Ein heutiger Artikel in der SZ lässt Schlimmstes befürchten.

Der Schlusssatz daraus:
Zuletzt hatte die Staatsregierung im Januar in der Antwort auf eine CSU-Anfrage diese Methode ausgeschlossen. Sie habe in der Vergangenheit keine Rolle gespielt, dabei bleibe es auch in Zukunft, hieß es. Grünen-Politiker Hartmann sagte, damit würden die Bürger "für dumm verkauft".


www.sueddeutsche.de/bayern/gruene-warnen-lizenz-soll-fracking-in-bayern-ermoeglichen-1.1920267
Jochen
geschrieben am
24.03.2014 um 10:42 Uhr
Beitrag 34

Klingt nach einem altbewährtem Prinzip: Erst werden still und leise Fakten geschaffen, dann wettert König Horst lautstark gegen den von ihm selbst mitgetragenen Beschluss und spätestens nach der nächsten Wahl lässt man das Thema langsam einschlafen. Hat ja bisher auch immer wunderbar geklappt.
leser
geschrieben am
24.03.2014 um 18:05 Uhr
Beitrag 35

Jochen, ich sehe das auch so.

In der Bodenseeregion hat sich eine starke Allianz gegen die Bohrungen zur Suche nach Schiefergas gebildet. Wenn natürlich die EU und die Politik zusammen mit Wirtschaftsunternehmen auf der anderen Seite stehen, zählen meiner Meinung nach auch berechtigte Sorgen der Bürger wenig.

www.vol.at/fracking-briten-duerfen-am-bodensee-nach-schiefergas-suchen/3730013

leser
geschrieben am
24.03.2014 um 19:52 Uhr
Beitrag 36

... und wen wundert es, wenn unser bester aller EU-Politiker Herr Oettinger vor ein paar Augenblicken schreibt, dem Fracking in Deutschland muss eine neue Chance gegeben werden angesichts der Abhängigkeit von russischen Energien und dem drohenden Weltkrieg

Das ist billigste Panikmache und Klientelpolitik!!! :-(

Allgemein:Es gibt nicht nur furchtbare Juristen, auch in anderen Berufsständen sind diese Eigenschaften vertreten
Ch.Bach
geschrieben am
24.03.2014 um 19:56 Uhr
Beitrag 37

ausserdem---fracking ist da

www.gegen-gasbohren.de/2014/03/12/fracking-vorpommern-oh-wie-schoen-war-fischland/

und zu oettinger fehlen mir einfach die worte....
hört man unseren politikern zu hat man das gefühl, sie sehnten sich geradezu nach einem WK III
Ch.Bach
geschrieben am
24.03.2014 um 20:00 Uhr
Beitrag 38

auch wenn es sich nur um eine probeförderung handelt, ist und bleibt es fracking

und sollte sich das feld als ergiebig erweisen---wer sollte eine ausbeutung dann noch verhindern?
leser
geschrieben am
25.03.2014 um 19:45 Uhr
Beitrag 39


Danke für die interessanten Links, Frau Bach. Und was spielen schon andere Faktoren eine Rolle, wenn schnelles Geld gemacht werden kann(Spekulanten?)und europäische Politiker bereits vor längerer Zeit den Weg dazu geebnet haben?

Ich sehe auch einen Zusammenhang zu den Meldungen, dass Fracking in den USA keineswegs die Erwartungen erfüllt, die man voraussagte. Laut Bundesberggesetz(reformiert/unterschrieben 1980 von Helmut Schmidt und Graf Lambsdorff)gehören die dem Fracking zuzuordnenden „Bodenschätze“ zu den bergfreien Bodenschätzen, die dem gehören, der sie fördert. Im Gegensatz dazu gibt es die grundeigenen Bodenschätze, die dem Grundeigentümer gehören. Kein Wunder, dass sich hier kanadische, amerikanische, britische und russische Investoren am Markt tummeln und nach Europa greifen. Ein deutsches Unternehmen gibt es nach meinen Informationen aber auch in diesem gefährlichen Spiel – Wintershall, aus BASF entstanden.

www.fr-online.de/wirtschaft/usa-fracking-wird-zum-alptraum,1472780,26193634.html

www.gesetze-im-internet.de/bbergg/__3.html

leser
geschrieben am
15.06.2014 um 20:13 Uhr
Beitrag 40

Eine Petition zur Verhinderung des Frackings:


http://www.change.org/de/Petitionen/bayerischer-landtag-fracking-gesetzlich-verbieten-ausgfrackt-is?utm_source=action_alert&utm_medium=email&utm_campaign=77370&alert_id=qPUZAODubv_9kU9dBhW2a6rMPBAAaBL51t5yj3m%2FsVBhx7O%2F0PM7d8%3D
leser
geschrieben am
15.06.2014 um 20:17 Uhr
Beitrag 41

ich versuche es nochmal(Link ging nicht glaube ich):

www.change.org/de/Petitionen/bayerischer-landtag-fracking-gesetzlich-verbieten-ausgfrackt-is?utm_source=action_alert&utm_medium=email&utm_campaign=77370&alert_id=qPUZAODubv_9kU9dBhW2a6rMPBAAaBL51t5yj3m%2FsVBhx7O%2F0PM7d8%3D
MarkusV
geschrieben am
17.06.2014 um 10:24 Uhr
Beitrag 42

Ich frage mich was ist den prinzipiell so schlimm am fracking.

Sollte man da nicht einfach objektiver rangehen? Also zuerst prüfen welche Auswirkungen es am jeweiligen Standort hat und dann im Einzelfall entscheiden? Prinzipiell nein zu sagen, halte ich für übertrieben....
Ch.Bach
geschrieben am
17.06.2014 um 12:50 Uhr
Beitrag 43

mir reichen für mein nein die auswirkungen in den usa-----ich muss nicht nochmal testen.

sie glauben doch auch, dass E 605 tödlich wirkt, auch ohne selbstversuch, oder?





leser
geschrieben am
17.06.2014 um 13:49 Uhr
Beitrag 44

Schöne klare Antwort Frau Bach!!!

Manchmal reichen schon die Informationen aus den verschiedensten Interessenlagern, die man den Medien entnehmen kann, um sich als objektiv denkender Mensch selbst einen Eindruck machen zu können. Vorausgesetzt, man macht sich die Mühe zu lesen – wozu eventuell nicht jedermann/frau bereit ist.

In diesem Zusammenhang weise ich auf die Stellungnahme und einen Vorschlag des Vorstandschefs des größten Trinkwasserversorgers in Nordrheinwestfalen hin. Er sieht erhebliche Risiken durch Fracking für die Gewinnung des Trinkwassers. Sowohl in tieferen Erdschichten als auch in Oberflächengebieten und mahnt

“ Aufpassen, dass wir nicht zum Trinkwasser-Notstandsgebiet werden“.

Artikel Süddeutsche Zeitung vom 3.juni 2014:

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/trinkwasserschutz-wasserversorger-draengt-auf-scharfe-fracking-regeln-1.1982123





Haidhofer
geschrieben am
22.06.2014 um 02:24 Uhr
Beitrag 45

Laut Frankfurter Rundschau soll das Fracking in Deutschland noch diese Woche auf den Weg gebracht werden (wie so viele umstrittene Entwürfe mal wieder zur WM-Zeit).
www.fr-online.de/wirtschaft/fracking-fracking-im-eiltempo,1472780,27525806.html

Wer möchte, darf gerne auch den entsprechenden Eil-Appell dagegen unterschreiben. Die Unterschriften sollen noch am Mittwoch an S. Gabriel übergeben werden.
Haidhofer
geschrieben am
22.06.2014 um 02:24 Uhr
Beitrag 46

http://www.campact.de/fracking/appell-2014/teilnehmen/
Haidhofer
geschrieben am
22.06.2014 um 02:41 Uhr
Beitrag 47

@MarkusV
Was schlimm ist am Fracking?
1. Die Firmen, die das betreiben, weigern sich die genaue Liste der eingesetzten Chemikalien bekanntzugeben.
2. Es besteht Gefahr für das Grundwasser.
3. Millionen von Litern werden in den Boden gepumpt. Erfahrungsgemäß kommen diese nach etwa 25 Jahren (oder später) wieder an die Oberfläche. Raten Sie mal, wer die Kosten der Spätfolgen übernimmt!?
4. Schauen Sie sich mal die Gegend rund um einige (seit Jahren) bestehende Frackingtürme an!
5. Es werden Unmengen an Frischwasser verbraucht. Die möglichen Auswirkungen auf Grundwasser und/oder umliegende Flüsse und Seen können Sie vielleicht erahnen.
6. Es werden pro Bohrturm tägliche unzählige LKW-Ladungen gebraucht. Wer kommt für die Schäden an der Infrastruktur auf? Was ist mit der Lärmbelästigung der Anwohner auf den Zufahrtswegen?
7. Fracking hat eine negative Energiebilanz.
8. Wie ist mit den hohen Methanausstößen umzugehen, die bisher lediglich abgefackelt werden?
9. Erhöhte Schwermetallbelastung durch Verklappung anfallender Flüssigkeiten.
10. Fossile Brennstoffe können doch nicht die Zukunft sein.
11. Durch die künstlich erzeugten Erdbeben können Schäden an Gebäuden entstehen.
12. Schiefergas wurde lange Zeit als eine Art strategische Reserve betrachtet. Warum ohne Not ausbeuten?

Noch mehr Argumente gefällig? Dann empfehle ich Ihnen die beiden Dokus GASFIEBER und GASLAND. Sind beide bei Youtube zu sehen.

Gasfieber beschäftigt sich mit Fracking in Polen
https://www.youtube.com/watch?v=vGoNvln6YIc

Gasland (war sogar für den Oscar nominiert) erzählt von den Auswirkungen in den USA
https://www.youtube.com/watch?v=jV-bENteDiE
Jürgen
geschrieben am
22.06.2014 um 21:40 Uhr
Beitrag 48

Echt unglaublich!

Leider geht der Link mit dem Abstimmen nicht...

Tja, vor der Wahl hiess es, hier wirds nie Fracking geben und jetzt... Wie immer die reine Verarsche...

Anscheinend gibts ja schon so einen Probeversuch in einem Ost-Bundesland. Das hiess es aber nicht Fracking, sondern Sensibilisierung oder so...

Wasser muss sauber bleiben!,,

Cu

Jürgen
Haidhofer
geschrieben am
22.06.2014 um 21:53 Uhr
Beitrag 49

Neuer Versuch
www.campact.de/fracking/appell-2014/teilnehmen/
Haidhofer
geschrieben am
22.06.2014 um 21:54 Uhr
Beitrag 50

Jetzt hat es geklappt, jetzt stimmt der Link. Danke für den Hinweis, Jürgen!
leser
geschrieben am
25.08.2014 um 18:57 Uhr
Beitrag 51

Umweltminister Huber untersagt Fracking in Bayern, oder irgendiwe doch nicht?

Zitat aus der Augsburger Allgemeinen(Link unten):
Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger bezeichnete den Vorstoß Hubers als „Augenwischerei“. Fracking sei laut Bundesgesetz ausdrücklich erlaubt. Daher werde ein wasserrechtliches Fracking-Verbot außerhalb von Wasserschutzgebieten ins Leere laufen.
(Zitatende)

Ein Leser weist in einem Brief an die Augsburger Allgemeine darauf hin, dass mit dem Inkrafttreten des TTIP-Abkommens solche Länderanordnungen unwirksam werden!!!!!

Ich traue der bayerischen Regierung sehr viel bezüglich taktischer Spielereien und Wählertäuschung zu und empfehle sehr sehr wachsam zu bleiben!!! Gute kritische Argumente gegen Fracking und mögliche Hintergründe zu amerikanisch/englischen Bemühungen zum gewerblichen Einstieg des Frackings in europäischen Ländern kann man meiner Meinung nach dem unten genannten Beitrag im oberpfalznetz.de entnehmen.


www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Umweltminister-Huber-untersagt-umstrittenes-Fracking-in-Bayern-id30963047.html


www.oberpfalznetz.de/onetz/4284954-118-einschlaeferungstaktik,1,0.html


Inkognito
geschrieben am
26.08.2014 um 10:41 Uhr
Beitrag 52

Ich denke mal Fracking wird sicher kommen. Es geht um viel Geld und Finanzinteressen gehen immer vor. Und dank des neuen Abkommens wird das auch kaum zu verhindern sein! Ich glaube auch das es langfristig nichts bring die letzten fossilen Energieträger mit allen Mitteln aus dem Planeten zu pressen. Das Geld und die Bemühungen wären sicher besser in regenerativen Energien angelegt. Aber da verdienen die Konzerne eben nicht genug.
Andererseits kann ich auch die Verbraucher nicht verstehen. Wenn der Strom mal ein paar Cent teurer wird geht ein Geschrei los als ob der Weltuntergang bevorstehen würde. Aber auf Pump dicke Autos fahren.
leser
geschrieben am
26.08.2014 um 13:18 Uhr
Beitrag 53

...und jedes halbe Jahr die neuesten Smartphones und Tablets und die neuesten unsinnigsten und aufgeblähten (Spionage)Betriebssysteme . . . .

Und die Energiewirtschaftslobby und ihre Vertreter in der Politik(manchmal sogar in Personalunion?)haben schon Angst wegen ihrer Pfründe und Wirtschaftsminister Gabriel spricht von der Einführung einer Sonnensteuer für Privathaushalte und Umlage für Klein - Solarselbstversorger....

Nachdem die Bayerischen Staatsforsten wegen Gewinnmaximierung fast überall irrwitzige Rodungsaktionen durchgeführt haben(in Vorbereitung darauf wurden vorher von interessierten Beteiligten die Hackschnitzel- und Pelletsheizöfen/Blockheizkraftwerke beworben!!)sieht man ein Ende dieser Naturvernichtung und plant Fracking als alternative Einnahmequelle...

inkognito, ich glaube, es gäbe sehr wohl umweltschonende und gesundheitsverträgliche Energiequellen, großteils dezentral, die den "kleinen Mann/Frau" auch finaziell entlasten würden.


aber so wie es in Deutschland läuft ist es zum ko.....
inkognito
geschrieben am
27.08.2014 um 09:44 Uhr
Beitrag 54

Die Zukunft kann nur in einer dezentralen Energieversorgung liegen. Aber dagegen wehren sich die Stromkonzerne natürlich mit allen Mitteln.
Ich kann auch nicht verstehen warum die Energiewende auf die Stromverbraucher umgelegt wird. Beim Atomstrom zahlt schließlich auch der Steuerzahler für die "noch" nicht vorhandene Endlagerung und den Rückbau alter Atomkraftwerke. Wenn alle Kosten der Kernenergie auf die Stromkosten umgelegt würden sähe das ganz anders aus mit der Akzeptanz der Kernenergie. Aber so wissen die meisten Verbraucher gar nicht das sie hinten rum zur Kasse gebeten werden. Frei nach dem Motte: Den Gewinn kassieren die Konzerne, um die Entsorgung soll sich gefälligst der Staat kümmern!
leser
geschrieben am
27.08.2014 um 19:33 Uhr
Beitrag 55

Zustimmung

Dazu passt auch, dass andere Energiegewinnung(z. B. Kalte Fusion-LENR oder Energiegewinnung aus kosmischer Strahlung, Mikroalgen als Biosprit….)trotz viel versprechender erfolgreicher Versuche lt Fachzeitschriften hinsichtlich Forschung und Weiterentwicklung absichtlich ausgebremst werden, zumindest solange bis ein Multiikonzern die alleinigen Patente hat und damit den Preis bestimmen kann….

Gesponserte Unis dürfen nicht weiterforschen. Zumindest ist das mein Eindruck



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