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IT-Zeitalter

(offenes Thema)

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leser
geschrieben am
15.06.2011 um 15:58 Uhr
Beitrag 1

Modernisierung des Rathauses


Nachdem bereits seit langer langer Zeit das Rathaus in MH eine "Baustelle" ist, kamen mir einige Gedanken dazu. In Zeiten knapper werdender finanzieller kommunaler Kassen erhöht man mancherorts die Abgaben und Gebühren für die Bürger und begründet das eben mit diesen engen finanziellen Mitteln, die zur Verfügung stehen und aufgebessert werden müssen, um die "öffentlichen Aufgbaen" erledigen zu können.

Es ist natürlich beeindruckend, wenn ich in ein "Dorfrathaus"(ist nicht abwertend gemeint!!) komme und von einem riesigen Flachbildschirm empfangen werde, der mir alle aktuellen Informationen liefert. Da brauche ich nicht mehr den ehemaligen Pförtner fragen, der im Steinzeitalter am Empfang saß und fast überall Bescheid wußte und fast jedem weiterhelfen konnte. Auch ist es lobenswert in der heutigen Zeit wenn alle Büros laufend mit neuen leistungsfähigen High-Tec-PC´s ausgerüstet sind. Außerdem schafft das neue Arbeitsplätze und sichert diese durch Wartung und Erneuerung der Systeme.

Manchmal frage ich mich allerdings, ob das so eine gute Vorbildfunktion ist, wenn zum Beispiel eine allein erziehende Mutter ins Rathaus kommt um zu fragen, wie sie an etwas Unterstützung kommt um selbst und ihr Kind/er etwas mehr Anteil am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen!

Das ist nur so ein Gedanke - mir ist klar, der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Aber die gewählten Volksvertreter sind auch gehalten, bei ihren Entscheidungen die Verhältnismäßigkeit zu berücksichtigen denke ich.
alsoalso
geschrieben am
16.06.2011 um 08:30 Uhr
Beitrag 2

Sehr geehrter Leser,

Bei einer Stadt mit 10.500 Einwohnern von Dorf-Rathaus zu besprechen,
ist schon etwas unfair...

Die aktuelle Baustelle im Rathaus ist der energetischen Sanierung geschuldet....
Das man in einem Gebäude mit 50 Jahre alten Fenster mal wieder Geld in die Hand nehmen sollte, damit man dies in der Zukunft reinspart und zusätzlich auch was für die Umwelt tut finde ich super!

Nicht verstehen kann ich es, wie man sich über den Flatscreen am Eingang beschweren möchte, die stehen doch mittlerweile in jedem zweiten deutschen Haushalt.

Dass der Vorwurf kommt, dass im Rathaus mit aktuellen Computern gearbeitet wird, finde ich ehrlich gesagt dann schon fast albern....

Jeder der berufsbedingt mit Computern arbeitet weiß wie schnell sich die Programme - gerade im Ressourcenverbrauch- weiterentwickeln. Außerdem ist ein Rathaus dann doch wie ein Wirtschaftsunternehmen zu sehen. Es werden Rechner entweder gekauft und diese auf 3-4 Jahre abgeschrieben oder - wie in diesem Falle- für einen festen Zeitraum geleast.
Es müssen ja nicht nur Word und Excel flüssig laufen sondern große Datenbanken , Kataster fürs Bauamt, und und und.....

Stellen Sie Sich mal vor, was die Leuten sagen würden, wenn Sie dringend eine Auskunft im Rathaus benötigen und der Beamte seelenruhig in seine Adler-Schreibmaschine klimpert oder den Rechner gerade zum dritten Mal rebootet, weil Windows 95 schon wieder abgestürzt ist...

Die Schicksale Alleinerziehender Mütter sind sicherlich schwer, ich hoffe, dass der betreffenden Person gut weitergeholfen werden konnte.

Auf der anderen Seite bin ich auch Steuerzahler (und das nicht zu knapp) und erwarte auch, dass mein Rathaus (meine Bank, mein Steuerberater, mein Friseur,...usw.) seine Gebäude, seine Ausrüstung und seine Angestellten immer auf dem neusten Stand hält.

Stellen Sie Sich bitte vor, sie gehen zum Zahnarzt und statt neuem Präzisionsbohrer versucht der gute Mann Ihnen das Din mit der Zange zu ziehen (sehr übertrieben)

Ich bin froh, dass sich in Maxhütte die letzten Jahre unter Richter und Dr. Plank soviel bewegt hat (Schule, Mehrzweckhalle, Nobless, Mehrgenerationenhaus,...) und noch weiter bewegen wird.

Stillstand ist Rückschritt1 In diesem Sinne! Frohes Schaffen!
leser
geschrieben am
18.06.2011 um 20:06 Uhr
Beitrag 3

Sehr geehrter alsoalso,


mir war schon klar, dass auch so eine überspitzte Antwort kommen muss :-))))

Wie lange dauert eine energetische Sanierung???? Ich habe das Rathaus schon sehr lange als Baustelle in Erinnerung!!

Nicht immer kehren neue Besen(neueste "übermotorisierte" Technik) gut.
Macht natürlich immer Eindruck, wenn ich mit Terras statt mit bits um mich werfen kann - davon sind viele beeindruckt. Deswegen haben ja auch viele(laut Statistik, die ich vor kürzerem gelesen habe)private PC´s die sie nur zu einem ganz geringen Teil ausnutzen.

Wenn ich natürlich die neuesten Ballerspiele mit excellenter Grafik haben muss, dann reicht ein Commodore C 64 nicht mehr :-)))

Mit einem Flatscreen kann ich mich natürlich viel besser unterhalten und bekomme Antworten als von einem unausgeschlafenen Bediensteten, der am Empfang sitzt :-))

Und außerdem muss man natürlich mit den Nachbarort zumindest gleichziehen :-))

Und Systemabstürze gibt es natürlich immer weniger, je neuer das System und ausgefeilter die Vernetzung ist :-)))

Und jetzt bitte nochmals genau meinen Eingangsartikel lesen, ich könnte noch viel zugespitzter(Realsatire) antworten!!!

hinter leser verbirgt sich ein Normalbürger, der nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt ist.
Interessent
geschrieben am
19.06.2011 um 01:05 Uhr
Beitrag 4

Sers,

ohne diesen "Flachbildschirm" gesehen zu haben, muss ich doch mal fragen ob sie auch überlegen oder nur mal Dampf ablassen wollen?

Mal vorweg, ich würde es begrüssen wenn ein/e Pförtner/in angestelllt wäre und somit ein Mensch seinen Lebensunterhalt verdienen könnte! Da sie aber ausschliesslich auf den Kostenfaktor pochen, muss ich sie bitten zu überlegen was weniger kostet! Eine "Einmalanschaffung" mit geringen Folgekosten (Strom und vielleicht mal ne Reparatur) oder ein Angestellter der Monat für Monat, Jahr für Jahr Gehalt bezahlt bekommt?


Naja, vielleicht versteh ich es ja auch nur nicht, so wie vieles in ihren Ausführungen.

Die allein erziehende Mutter ist sicherlich bedauernswert, nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten und ich hoffe doch sie bekommt was ihr zusteht. Im Allgemeinen habe ich den Eindruck, dass Arbeitslose oder Hartz Empfänger finanziell unter dem Strich nicht schlechter dran sind als ein grosser Teil der arbeitenden Leute. Stichwort: Lohndumping - Zeitarbeit etc. Die Einen sind erwerbslos und bekommen so viel das es gerade so reicht, die Anderen gehen 8 Stunden oder mehr am Tag arbeiten und verdienen so viel das es gerade so reicht. Oder Letztere müssen sogar noch Hartz zusätzlich beantragen weil der Lohn der Arbeit, im Schweisse ihres Angesichts, oft nicht reicht.

Das Thema ist echt schwierig, ob man das Rathaus verfallen und deren Mitarbeiter unter unergonomischen Bedingungen arbeiten lassen soll, weiss ich auch nicht............

I






B.Fischer
geschrieben am
20.06.2011 um 08:41 Uhr
Beitrag 5

Wenn ich mich genau erinnere,
dann ist der Pförtner-Posten schon Jahre nicht mehr besetzt....das
jetzt ein Flatscreen eingesetzt wird, um einen ersten Überblick zu geben..
Ist dich in Ordnung! Außerdem sooo riesig ist das Rathaus ja jetzt
auch nicht (siehe Zitat Dorf-Rathaus) dass man sich nicht zurechtfinden
würde und man stundenlang ziellos in den Gängen umherirren müsste...
außerdem kann man ja jeden der Angestellten und Beamten fragen...aber egal...
Tut mir Leid, ich hab nur bedingt Mitleid mit solchen Gut-Böse-Klischees...
arme alleinerziehende Mutter - gegen böse anonyme Behörde.....

leser
geschrieben am
20.06.2011 um 12:01 Uhr
Beitrag 6

irgendwie hatte ich damit gerechnet, absichtlich missverstanden zu werden. Es ist schon eine reife rhetorische Leistung von meinem Eingangsbeitrag auf eine grundsätzliche Feststellung - hier arme alleinerziehende Mutter, dort böse anonyme Behörde - zu kommen.

Ich habe keinen Ärger mit dem Rathaus oder den städtischen Angestellten- im Gegenteil-. Das sind überwiegend freundliche Leute mit denen man reden kann.

Aber ich darf doch trotzdem als Bürger eine Frage zur Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel(hier IT) und Effektivität stellen denke ich, dabei etwas überspitzte Vergleiche bringen :-)) ohne die Wirksamkeit der Stadtratsarbeit als Kontrollorgan in irgendeiner Weise in Zweifel zu ziehen??

Die Reaktion auf meinen Erstbeitrag zeigt mir, dass ich vielleicht doch möglicherweise eventuell einen "wunden Punkt" getroffen haben könnte!!!
tandler
geschrieben am
21.06.2011 um 08:47 Uhr
Beitrag 7

Also der erste Abschnitt der Sanierung (WDVS + Fenster) soll meines Wissens bis zum Bürgerfest fertig sein....im Nachgang (nächstes Jahr?) wird dann die Heizung sowie das Innenleben des Rathauses überabreitet (lang überfällig).

An "leser" : ich glaube Sie dürfen den Vorrednern (oder Vorpostern??) Ihre Antworten nicht verübeln....als ich gestern das Topic und die dazugehörigen Antworten durchlas, hatte es sich auch irgendwie für mich nach:
"Im Rathaus schmeißen sie sinnlos Geld für Flatscreens raus, aber keine bezahlt den Klavierunterricht meiner Tochter" an.
Wenn`s nicht so klingen sollte...umso besser...

Weiß jemand was mit dem Bahnhof jetzt geplant ist? Wenn einer Kontakt hat und Info dazu würd`s mich freuen,

Schönen Tag, da Tandler!
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